Der Anfang vom Ende des Arbeitskreis Wachau – eine umfassende Darstellung

Nach den Richtlinien für die Durchführung der Welterbekonvention soll jede in die Welterbeliste eingetragene Stätte über einen Managementplan verfügen. Dieser soll darstellen und erklären, wie der „außergewöhnlich universelle Wert“ des jeweiligen Gutes (in unserem Fall der Wachau) erhalten, beschützt und an künftige Generationen weitergegeben werden kann

Dieses für die weitere Entwicklung der Wachau zentrale Planungsinstrument steht vor der Verabschiedung durch Land, Bund und die Österreichische UNESCO-Kommission.

 

Der mit öffentlichen Mitteln (hinter vorgehaltener Hand ist von bis zu € 100.000,- die Rede) vom Planungsbüro „stadtland“ erstellte Entwurf wurde vom Vorsitzenden und dem Geschäftsführer des „Arbeitskreis Wachau“ (Dr. Andreas Nunzer und DI Michael Schimek) bisher unter Verschluss gehalten und soll nun in einer nach ihren Vorstellungen umgearbeiteten Version umgesetzt werden.

Nunzer und Schimek hatten bis zuletzt der Öffentlichkeit und den Mitgliedern des von ihnen geführten Vereins vorgespielt, dass der Managementplan vom „Arbeitskreis Wachau“ erstellt bzw. ausgearbeitet werden soll (siehe dazu http://www.arbeitskreis-wachau.at/html/welterbe.html )

Wie sich nun herausstellt, wurde der Entwurf des Managementplan nicht vom „Arbeitskreis Wachau“ in Auftrag gegeben. Überdies soll der „Arbeitskreis Wachau“ (nach der von Nunzer und Schimek kolportierten Version des Managementplans) im künftigen Welterbemanagement keinerlei Funktion mehr zukommen.

Folgerichtig wurde von Nunzer für den Fall, dass der neue Managementplan nach seinen Vorstellungen durchgewunken ist die Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung angekündigt, in der „ergebnisoffen“ über das weiter Schicksal des Arbeitskreis Wachau diskutiert werden soll.

Mit diesem Akt schwer vereinsschädigenden Verhaltens versuchen diese beiden Personen ihren eigenen Verein, den „Arbeitskreis Wachau“ – (dessen hervorragenden, von großen Persönlichkeiten aufgebauten Ruf sie für ihre persönlichen Ziele nach wie vor ausnutzen und missbrauchen) kaltzustellen.

Damit wollen es Nunzer und Schimek wohl auch erreichen, für ihre gegen das Welterbe gerichtete Leistung von den Mitgliedern des Arbeitskreis Wachau nicht mehr zur Rechenschaft gezogen bzw. abgewählt werden zu können.

 

Bezeichnend ist die Unverfrorenheit, Nunzers, wenn er sein Vorgehen mit der schon seit Jahren anhaltenden Untätigkeit des „Arbeitskreis Wachau“ rechtfertigt! Für diese Untätigkeit – und die damit verbundene Täuschung der Öffentlichkeit bis hin zur UNESCO – sind niemand anderer als er selbst und Schimek verantwortlich.

Immerhin wird jetzt klar, warum die beiden auf der Generalversammlung des Arbeitskreis Wachu am 22.6.2015 in Dürnstein vor der Neuwahl des Vorstandes die freie Rede mit physischer Gewalt unterbunden haben und in weiterer Folge die Herausgabe der Mitgliederliste an Vereinsmitglieder verweigerten (wodurch sie die Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung verhinderten):

sie mussten Zeit gewinnen, um unter Vorspiegelung falscher Tatsachen einen Managementplan auszuarbeiten, in dem der „Arbeitskreis Wachau“ nicht mehr vorkommt und an seine Stelle ein (natürlich von ihnen beiden geführter) „Parallelverein“, nämlich der „Arbeitskreis Welterbegemeinden“ tritt.

Diesem gehören nach einer entsprechenden Statutenänderung als Mitglieder nur noch die „Wachaugemeinden“ (erweitert um Furth und Dunkelsteinerwald) an, sodass lästige Bürger und Interessenvertretungen wie etwa Vinea Wachau nicht mehr (wie im Arbeitskreis Wachau) mitentscheiden können.

Dieser Marginalisierung der Bürgergesellschaft ist mit Entschiedenheit entgegenzutreten.

 

Nach den bisher durchgedrungenen Informationen sollen mit dem neuen Managementplan komplizierte Entscheidungsmechanismen eingeführt werden, die den „Welterbemanagern“ weitreichende Einflussmöglichkeiten in die Hand geben, aber vor allem eines sind: so undurchsichtig wie das bisherige Betragen Nunzers und Schimeks, die sich im neuen System unanfechtbare Posten erträumen.

 

Unabhängig von den problematischen Inhalten des Managementplans ist zu betonen, dass das beste Regelwerk nicht hilft, wenn den handelnden Personen die Kompetenz und die fachliche Eignung fehlen:

Im Falle Nunzers kann beispielhaft auf seine Rolle bei der Errichtung des sog. „Kalmuck-Kellers“ in Spitz an der Donau (siehe Sachverhaltsdardstellung der Causa Nunzer/Kalmuck-Keller!) oder sein Wirken im Zusammenhang mit der bevorstehenden Verbauung des ehemaligen Tankstellengrundstücks in Aggsbach/Markt verwiesen werden (http://www.arbeitskreiswelterbewachau.at/der-fall-schwallenbach/ ).

Schimek vertritt die Ansicht, dass das Welterbegebiet Wachau „Raum für Experimente“ sei ( https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/raum-fuer-experimente-ist-wichtig/806.240 ) und bekundet damit, nicht zu verstehen, was „Welterbe“ im Sinne der UNESCO-Konvention bedeutet. Seine Befürwortung von Siedlungsprojekten wie der GEDESAG-Siedlung in Dürnstein oder von Neubauten wie jenes an der sog. „Hickkreuzung“ in Weißenkirchen disqualifizieren ihn für seine Position ebenso wie sein Schweigen zu all den Veränderungen in der Wachau, die deren Welterbestatus bereits längst in Frage stellen.

Schimek hat es auch zu verantworten, dass anlässlich der jüngsten Generalversammlung des Arbeitskreis Wachau dem Vorstand wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten die Entlastung nicht erteilt werden konnte.

 

Es ist sehr zu hoffen, dass sich die Verantwortlichen in Land, Bund und in der UNESCO-Kommission Österreich nicht in dem beschriebenen  Netz verstricken. Vorsitzender und Geschäftsführer des Arbeitskreises Wachau waren bisher für die negativen Entwicklungen in der Wachau hauptverantwortlich und sind daher keine Partner, wenn es um die Erreichung der Ziele der Welterbekonvention geht.

 

 

Der mit öffentlichen Geldern erstellte Entwurf eines Managementplans in der Fassung, wie er vom Planungsbüro „stadtland“ erstellt wurde, ist zu veröffentlichen und einer eingehenden Diskussion und Meinungsbildung zu unterziehen, an dem neben den Behörden auch alle interessierten Mitbürger teilnehmen können.

Es geht darum einen breiten Konsens für die Maßnahmen zu finden, der notwendig ist, um den „Herausragenden universellen Wert“ der Wachau in seiner überkommenen Unverwechselbarkeit und Unversehrtheit zu bewahren, zu schützen und an künftige Generationen weiterzugeben, wie es Artikel 4 der im Range eines Staatsvertrages stehenden UNESCO – Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt (BGBl. Nr. 60/1993) vorsieht.

In diesem Zusammenhang sei auch auf Artikel 5 Der Konvention verwiesen, worin sich die Republik Österreich verpflichtete, „eine allgemeine Politik zu verfolgen, die darauf gerichtet ist, dem Kultur- und Naturerbe eine Funktion im öffentlichen Leben zu geben und den Schutz dieses Erbes in erschöpfende Planungen einzubeziehen“.

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