Vortragsserie: Welterbe – Was ist das?

Die Tempel von Abu Simbel in Ägypten, die Galapagos Inseln im Pazifik, der Taj Mahal in Indien, der Grand Canyon in Amerika, Stadt und Lagune von Venedig, die Semmeringbahn und die Wachau – sie alle gehören zu den von der UNESCO anerkannten Welterbestätten.

Warum haben sich 195 Staaten der Welt auf eine Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt geeinigt? Was ist ihr Inhalt, Sinn und Zweck?

Durch das geplante Hochhaus am Heumarkt steht die Altstadt von Wien vor der Streichung von der UNESCO-Liste des Erbes der Menschheit. Soll die Wachau Welterbe bleiben?

Der Arbeitskreis Welterbe Wachau lädt zu einem Vortrag von Dr. Christian Hirtzberger und anschließender Diskussion ein.

 

Termine

Rossatz:                                 Mittwoch, 22. März 2017, 19.00 Uhr, Heuriger Johannes Schreiber 

Spitz:                                       Donnerstag, 23. März 2017, 19.00 Uhr, GH Reiböck „Goldenes Schiff“

Emmersdorf:                       Samstag, 25. März 2017, 19.00 Uhr, GH Pritz „Zum schwarzen Bären“

Dürnstein/Loiben:            Donnerstag, 30. März 2017, 19.00 Uhr, Heuriger Wolfgang Bäuerl

Weißenkirchen:                  Samstag, 1. April 2017, 19.00 Uhr, GH Korner „Zur weißen Rose“

Aggsbach/Markt:               Mittwoch, 5. April 2017, 19.00 Uhr, GH Schneider „Zur Venus“

Schönbühel:                         Donnerstag, 6. April 2017, 19.00 Uhr, GH Stumpfer

Welterbe! Was ist das?

Die Tempel von Abu Simbel in Ägypten, die Galapagos Inseln im Pazifik, der Taj Mahal in

Indien, der Grand Canyon in Amerika, Stadt und Lagune von Venedig, die Semmeringbahn

und die Wachau – sie alle gehören zu den von der UNESCO anerkannten Welterbestätten.

Warum haben sich 195 Staaten der Welt auf eine Konvention zum Schutz des Kultur- und

Naturerbes der Welt geeinigt? Was ist ihr Inhalt, Sinn und Zweck?

Durch das geplante Hochhaus am Heumarkt steht die Altstadt von Wien vor der Streichung

von der UNESCO-Liste des Erbes der Menschheit. Soll die Wachau Welterbe bleiben?

Der Arbeitskreis Welterbe Wachau lädt zu einem Vortrag von Dr. Christian Hirtzberger und

anschließender Diskussion ein.

 

 

Termine:

Rossatz:  Mittwoch, 22. März 2017, 19.00 Uhr, Heuriger Johannes Schreiber

Spitz:    Donnerstag, 23. März 2017, 19.00 Uhr, GH Reiböck „Goldenes Schiff“

Emmersdorf:   Samstag, 25. März 2017, 19.00 Uhr, GH Pritz „Zum schwarzen Bären“

Dürnstein/Loiben:  Donnerstag, 30. März 2017, 19.00 Uhr, Heuriger Wolfgang Bäuerl

Weißenkirchen:  Samstag, 1. April 2017, 19.00 Uhr, GH Korner „Zur weißen Rose“

Aggsbach/Markt: Mittwoch, 5. April 2017, 19.00 Uhr, GH Schneider „Zur Venus“

Schönbühel:   Donnerstag, 6. April 2017, 19.00 Uhr, GH Stumpfer

Der Anfang vom Ende des Arbeitskreis Wachau – eine umfassende Darstellung

Nach den Richtlinien für die Durchführung der Welterbekonvention soll jede in die Welterbeliste eingetragene Stätte über einen Managementplan verfügen. Dieser soll darstellen und erklären, wie der „außergewöhnlich universelle Wert“ des jeweiligen Gutes (in unserem Fall der Wachau) erhalten, beschützt und an künftige Generationen weitergegeben werden kann

Dieses für die weitere Entwicklung der Wachau zentrale Planungsinstrument steht vor der Verabschiedung durch Land, Bund und die Österreichische UNESCO-Kommission.

 

Der mit öffentlichen Mitteln (hinter vorgehaltener Hand ist von bis zu € 100.000,- die Rede) vom Planungsbüro „stadtland“ erstellte Entwurf wurde vom Vorsitzenden und dem Geschäftsführer des „Arbeitskreis Wachau“ (Dr. Andreas Nunzer und DI Michael Schimek) bisher unter Verschluss gehalten und soll nun in einer nach ihren Vorstellungen umgearbeiteten Version umgesetzt werden.

Nunzer und Schimek hatten bis zuletzt der Öffentlichkeit und den Mitgliedern des von ihnen geführten Vereins vorgespielt, dass der Managementplan vom „Arbeitskreis Wachau“ erstellt bzw. ausgearbeitet werden soll (siehe dazu http://www.arbeitskreis-wachau.at/html/welterbe.html )

Wie sich nun herausstellt, wurde der Entwurf des Managementplan nicht vom „Arbeitskreis Wachau“ in Auftrag gegeben. Überdies soll der „Arbeitskreis Wachau“ (nach der von Nunzer und Schimek kolportierten Version des Managementplans) im künftigen Welterbemanagement keinerlei Funktion mehr zukommen.

Folgerichtig wurde von Nunzer für den Fall, dass der neue Managementplan nach seinen Vorstellungen durchgewunken ist die Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung angekündigt, in der „ergebnisoffen“ über das weiter Schicksal des Arbeitskreis Wachau diskutiert werden soll.

Mit diesem Akt schwer vereinsschädigenden Verhaltens versuchen diese beiden Personen ihren eigenen Verein, den „Arbeitskreis Wachau“ – (dessen hervorragenden, von großen Persönlichkeiten aufgebauten Ruf sie für ihre persönlichen Ziele nach wie vor ausnutzen und missbrauchen) kaltzustellen.

Damit wollen es Nunzer und Schimek wohl auch erreichen, für ihre gegen das Welterbe gerichtete Leistung von den Mitgliedern des Arbeitskreis Wachau nicht mehr zur Rechenschaft gezogen bzw. abgewählt werden zu können.

 

Bezeichnend ist die Unverfrorenheit, Nunzers, wenn er sein Vorgehen mit der schon seit Jahren anhaltenden Untätigkeit des „Arbeitskreis Wachau“ rechtfertigt! Für diese Untätigkeit – und die damit verbundene Täuschung der Öffentlichkeit bis hin zur UNESCO – sind niemand anderer als er selbst und Schimek verantwortlich.

Immerhin wird jetzt klar, warum die beiden auf der Generalversammlung des Arbeitskreis Wachu am 22.6.2015 in Dürnstein vor der Neuwahl des Vorstandes die freie Rede mit physischer Gewalt unterbunden haben und in weiterer Folge die Herausgabe der Mitgliederliste an Vereinsmitglieder verweigerten (wodurch sie die Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung verhinderten):

sie mussten Zeit gewinnen, um unter Vorspiegelung falscher Tatsachen einen Managementplan auszuarbeiten, in dem der „Arbeitskreis Wachau“ nicht mehr vorkommt und an seine Stelle ein (natürlich von ihnen beiden geführter) „Parallelverein“, nämlich der „Arbeitskreis Welterbegemeinden“ tritt.

Diesem gehören nach einer entsprechenden Statutenänderung als Mitglieder nur noch die „Wachaugemeinden“ (erweitert um Furth und Dunkelsteinerwald) an, sodass lästige Bürger und Interessenvertretungen wie etwa Vinea Wachau nicht mehr (wie im Arbeitskreis Wachau) mitentscheiden können.

Dieser Marginalisierung der Bürgergesellschaft ist mit Entschiedenheit entgegenzutreten.

 

Nach den bisher durchgedrungenen Informationen sollen mit dem neuen Managementplan komplizierte Entscheidungsmechanismen eingeführt werden, die den „Welterbemanagern“ weitreichende Einflussmöglichkeiten in die Hand geben, aber vor allem eines sind: so undurchsichtig wie das bisherige Betragen Nunzers und Schimeks, die sich im neuen System unanfechtbare Posten erträumen.

 

Unabhängig von den problematischen Inhalten des Managementplans ist zu betonen, dass das beste Regelwerk nicht hilft, wenn den handelnden Personen die Kompetenz und die fachliche Eignung fehlen:

Im Falle Nunzers kann beispielhaft auf seine Rolle bei der Errichtung des sog. „Kalmuck-Kellers“ in Spitz an der Donau (siehe Sachverhaltsdardstellung der Causa Nunzer/Kalmuck-Keller!) oder sein Wirken im Zusammenhang mit der bevorstehenden Verbauung des ehemaligen Tankstellengrundstücks in Aggsbach/Markt verwiesen werden (http://www.arbeitskreiswelterbewachau.at/der-fall-schwallenbach/ ).

Schimek vertritt die Ansicht, dass das Welterbegebiet Wachau „Raum für Experimente“ sei ( https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/raum-fuer-experimente-ist-wichtig/806.240 ) und bekundet damit, nicht zu verstehen, was „Welterbe“ im Sinne der UNESCO-Konvention bedeutet. Seine Befürwortung von Siedlungsprojekten wie der GEDESAG-Siedlung in Dürnstein oder von Neubauten wie jenes an der sog. „Hickkreuzung“ in Weißenkirchen disqualifizieren ihn für seine Position ebenso wie sein Schweigen zu all den Veränderungen in der Wachau, die deren Welterbestatus bereits längst in Frage stellen.

Schimek hat es auch zu verantworten, dass anlässlich der jüngsten Generalversammlung des Arbeitskreis Wachau dem Vorstand wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten die Entlastung nicht erteilt werden konnte.

 

Es ist sehr zu hoffen, dass sich die Verantwortlichen in Land, Bund und in der UNESCO-Kommission Österreich nicht in dem beschriebenen  Netz verstricken. Vorsitzender und Geschäftsführer des Arbeitskreises Wachau waren bisher für die negativen Entwicklungen in der Wachau hauptverantwortlich und sind daher keine Partner, wenn es um die Erreichung der Ziele der Welterbekonvention geht.

 

 

Der mit öffentlichen Geldern erstellte Entwurf eines Managementplans in der Fassung, wie er vom Planungsbüro „stadtland“ erstellt wurde, ist zu veröffentlichen und einer eingehenden Diskussion und Meinungsbildung zu unterziehen, an dem neben den Behörden auch alle interessierten Mitbürger teilnehmen können.

Es geht darum einen breiten Konsens für die Maßnahmen zu finden, der notwendig ist, um den „Herausragenden universellen Wert“ der Wachau in seiner überkommenen Unverwechselbarkeit und Unversehrtheit zu bewahren, zu schützen und an künftige Generationen weiterzugeben, wie es Artikel 4 der im Range eines Staatsvertrages stehenden UNESCO – Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt (BGBl. Nr. 60/1993) vorsieht.

In diesem Zusammenhang sei auch auf Artikel 5 Der Konvention verwiesen, worin sich die Republik Österreich verpflichtete, „eine allgemeine Politik zu verfolgen, die darauf gerichtet ist, dem Kultur- und Naturerbe eine Funktion im öffentlichen Leben zu geben und den Schutz dieses Erbes in erschöpfende Planungen einzubeziehen“.

Der Fall „ehem. Tankstellengrundstück Aggsbach/Markt“.

Der Arbeitskreis Welterbe Wachau hat bereits in einem Artikel vom 18. Juni 2016 über die Umwidmungsmaßnahmen der Gemeinde Spitz in der KG Schwallenbach berichtet. Dabei wurde auch auf die schlechte Zusammenarbeit der Wachaugemeinden in Sachen Schutz des Welterbes hingewiesen.

Nunmehr ist bei der BH Krems ein Verfahren auf bau- und gewerbebehördliche Bewilligung einer Maschinenhalle, eines Flugdaches samt Nebengebäuden auf dem Areal der ehemaligen Tankstelle in Aggsbach/Markt anhängig. Um dieses Projekt abzuwenden und gleichzeitig den Weg für eine im Sinne der ganzen Wachau sinnvolle Nutzung des Grundstücks freizumachen hat sich der Arbeitskreis Welterbe Wachau an LHStv. Mag Johanna Mikl-Leitner gewandt.

Das Bemühen des „Arbeitskreis Welterbe Wachau“ zielt darauf ab, das prominent am südlichen Ortsanfang von Aggsbach –Markt gelegene Grundstück einer dem Welterbestatus entsprechenden Nutzung zuzuführen und öffentlich zugänglich zu machen.

Das setzt aber voraus, dass dem gegenwärtigen Eigentümer des Grundstücks (und Bauwerber) eine Alternative geboten wird, indem man ihm – durch Tausch und/oder Verkauf – in seinem Heimatort ca. 1000m² zur Verfügung stellt.

Um das in Betracht kommende Grundstück (im Anschluss an die bisherige Straßenmeisterei Schwallenbach) hatte sich der Kleintransportunternehmer schon seit Jahrzehnten erfolglos bemüht. Es wurde zwischenzeitig von der Gemeinde Spitz an das Land NÖ verkauft. Der bisher widerstrebende Bürgermeister von Spitz kann daher keinen direkten Einfluss auf seine Verwendung mehr nehmen.

Durch eine entsprechende Entscheidung der Landesregierung könnte das Blatt doch noch im Sinne aller (auch sonst noch) Beteiligter gewendet werden. Hier bietet sich die einmalige Gelegenheit, ohne besonderen finanziellen Einsatz die Verhältnisse im Sinne der Wachau positiv zu gestalten. Der Arbeitskreis Welterbe Wachau hofft daher, dass die Landesregierung diesen Handlungsspielraum im Sinne der nachstehenden Abwägung öffentlicher Interessen entsprechend nutzt.

Die Errichtung eines Welterbeladens, eventuell ergänzt um ein Tourismusbüro am südlichen Ortseingang von Aggsbach/Markt stellt eine im Vergleich zur der nun im Raum stehenden Verbauung eine optimale Verwendung dieses Platzes dar und entspricht vollkommen der Widmung des Grundstücks als Bauland/Kerngebiet. Gerade dieser Platz eignet sich für einen „Empfangsraum“ und würde als solcher eine entscheidende Aufwertung für die sonst etwas im Schatten stehende Gemeinde Aggsbach bedeuten.

Demgegenüber ist dieses Grundstücks für einen Bauhof (darum handelt es sich bei dem Vorhaben des Kleintransportunternehmens Schütz) im Sinn des §16 NÖ ROG nicht geeignet. Für derartige Bauten ist das Bauland/Betriebsgebiet vorgesehen. Genau diese Widmung weist aber das Grundstück nahe der Straßenmeisterei Schwallenbach auf!

Es liegt also eine klassische „win-win Situation“ vor. Es bleibt abzuwarten und zu hoffen, dass sich die NÖ Landesregierung diesen Sachargumenten nicht verschließt.

Der Arbeitskreis Welterbe Wachau wurde mittlerweile zu einem Gespräch mit LH-Stv. Johanna Mikl-Leitner eingeladen, um diese Thematik zu besprechen. Über den Ausgang des Gespräches werden wir weiter informieren.

Landesgalerie in Krems – mit Gewalt durchgebrachte „Landmark“?

Mit der im Gange befindlichen Errichtung der Landesgalerie Niederösterreich in Krems – Stein wird ein von bestimmten Kreisen geträumter Traum verwirklicht: auch Niederösterreich erhält einen Museumsneubau in modischer „Landmarkarchitektur“.
Und das im Weltkulturerbe Wachau, zu dessen Schutz „in Bestand und Wertigkeit“ sich die Republik Österreich durch Beitritt zur Welterbkonvention BGBl.Nr. 60/1993 verpflichtet hat.
Um die sich aufdrängende Unverträglichkeit dieses Prestigebaues mit Buchstaben und Sinn der sog. Welterbekonvention abzuklären wurde vom Land NÖ Michael Kloos/Aachen mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt. Dieses steht auf der Homepage des Landes NÖ zum Download zur Verfügung (http://www.noel.gv.at/Kultur-Freizeit/Kunst-Kultur/Kulturerbe/UNESCO-Welterbe.html).

Vordergründig hat der Gutachter die Erwartungen seines Auftraggebers, der zugleich Projektbetreiber ist erfüllt. Bei genauerer Betrachtung bringt das Gutachten jedoch besorgniserregende Fakten ans Tageslicht:

  • Die von der UNESCO geforderte Fähigkeit den „Herausragenden universellen Wert“ der Wachau als Kulturerbe im Sinne des Art. 4 der genannten Konvention zu beschützen, zu bewahren und an die künftigen Generationen weiterzugeben, ist namentlich bei den Verantwortlichen des Landes Niederösterreich nicht gegeben.
  • Alle architektonischen Schranken, die das Welterbe gebietet, sind (von staatlicher Seite!) aufgehoben; jeder, der Geld und Einfluss hat kann bauen wie es ihm beliebt.
  • Ein vom Gutachter gefordertes Verkehrskonzept fehlt: Die schon jetzt prekäre Verkehrssituation im Bereiche der beiden Kreisverkehre von Krems/Stein wird durch die bereits bewilligte Parkgarage samt dem darauf geplanten Trainingsplatz des SC Stein noch deutlich verschärft.
  • Die Kosten der zu schaffenden Gesamtlösung sind unbekannt.

 

Mit einer nur durch den Termin der nächsten Landtagswahl (2018) erklärbaren Hast wird ein in dieser Form mehr als fragwürdiges Museumsprojekt durchgedrückt.

Das sog. „HIA Gutachten“ wurde mit beträchtlichen Steuermitteln finanziert. Es lag bereits Ende August vor. Es wurde der UNESCO bis dato nicht vorgelegt. Ohne jegliche Konsultation wurden die bereits unterbrochenen Bauarbeiten wieder aufgenommen.
Die endgültigen Kosten sind infolge der noch ausstehenden Verkehrslösung unbekannt. Auch die Kosten des laufenden Betriebs wären angesichts der zeitnahen Schließung des sog „Essl – Museums“ neuerlich zu bewerten, wird durch dieses Projekts doch der finanzielle Handlungsspielraum künftiger Landesregierungen und des Bundes weiter eingeschränkt.
Zeitgleich mit der Errichtung eines abgehoben fürstlich geplanten und durchgezogenen Prestigebaues darben überwiegend ehrenamtlich geführte Kultureinrichtungen der Wachau vor sich hin. Mehr Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein ist somit nicht nur in gestalterischer Hinsicht gefordert.

Die Wachau ist unter führender Verantwortung der derzeitigen Landesregierung ihrer Streichung von der Liste des Welterbes entscheidend näher gekommen. Das ist für ein Aushängeschild der für Österreich so bedeutsamen Tourismuswirtschaft alarmierend!
Um weitere schwere Schäden am Weltkulturerbe Wachau zu vermeiden müssen die zuständigen Funktionäre zur Einhaltung ihrer (sich nicht nur aus internationalen Verträgen ergebenden!) gesetzlichen Pflichten gebracht werden.
Der „Arbeitskreis Welterbe Wachau“ wendet sich daher unter Einbeziehung der Österreichischen UNESCO-Kommission, an die zuständige Stelle im Bundeskanzleramt, die in den gesetzgebenden Körperschaften vertretenen Parteien, an in und ausländische Medien sowie an die zivile Öffentlichkeit und ersucht diese, in diesem Sinne auf die Verantwortlichen im Land Niederösterreich einzuwirken.

 

Aus dem Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt BGBl. Nr. 60/1993:
Artikel 4
Jeder Vertragsstaat erkennt an, daß es in erster Linie seine eigene Aufgabe ist, Erfassung, Schutz und Erhaltung in Bestand und Wertigkeit des in seinem Hoheitsgebiet befindlichen, in den Artikeln 1 und 2 bezeichneten Kultur- und Naturerbes sowie seine Weitergabe an künftige Generationen sicherzustellen. Er wird hierfür alles in seinen Kräften Stehende tun, unter vollem Einsatz seiner eigenen Hilfsmitteln und gegebenenfalls unter Nutzung jeder ihm erreichbaren internationalen Unterstützung und Zusammenarbeit, insbesondere auf finanziellem, künstlerischem, wissenschaftlichem und technischem Gebiet.

 

 

*Bild Quelle: https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/kaum-praesentiert-eckt-neubau-der-landesgalerie-schon-an

Antwort aus dem Gemeindeamt Weißenkirchen

permalink

Nach verweigerter Übernahme der Petition ( 19. Juli 2016) zur „Bausünde in Weißenkirchen“  ließ sich Bürgermeister HR Trauner schon zwei Mal bitten Stellung zu nehmen (siehe zuletzt das Mail vom 27. Juli 2016!). Nun reagierte er am 4. August 2016 mit einem an den Sprecher der Bürgerinitiative gerichteten Mail, das wir der Öffentlichkeit nicht vorenthalten wollen:

Sehr geehrter Herr Beckers,
Lieber Wim,

gerne kann ich dir bestätigen, dass das Paket mit Unterschriften im Rathaus angekommen ist.

 

Ich kann dir versichern, wie bereits in der Gemeindezeitung im Juni 2016 vermerkt, dass Ängste
und Befürchtungen sehr ernst genommen werden und die Bewahrung und der aktive Schutz des
Landschaftsbildes im Sinne des Weltkulturerbes als nachhaltige Lebensgrundlage für die Bewohner
ebenfalls Ziele der Gemeindevertretung sind.

 

Abschließend darf ich noch der Hoffnung Ausdruck verleihen, dass, wie in Weißenkirchen immer
üblich, gemeinsam auf konstruktive Art und Weise, Lösungen gefunden werden.
Dass dies möglich ist, zeigen die Erfolge der letzten Jahre und Jahrzehnte und dieser Umstand
macht auch die hohe Lebensqualität in unserer Heimat aus.

 

Mit freundlichen Grüßen

DI Hubert Trauner
Bürgermeister

 

Das Ersuchen des Arbeitskreis Welterbe Wachau vom 17. April 2016 um ein Gespräch ist immer noch offen.

Bitte kommentieren!

5 Fragen an Bürgermeister von Weißenkirchen!

Link

 

Im „Niederösterreich-Kurier“ vom 22. Juli 2016, Seite 18, ist eine erste Reaktion von Bürgermeister HR Dipl.-Ing. Hubert Trauner nachzulesen. Dieser hatte bekanntlich den schon vor Wochen vereinbarten Termin zur Übergabe der Petition beziehungsweise der gesammelten Unterschriften kurzfristig platzen lassen. Als Grund gab er dafür die Premiere der Wachauer Festspiele an.

 

Der Arbeitskreis Welterbe Wachau muss dazu allerdings Folgendes festhalten:

 

  1. HR Dipl.-Ing Trauner scheut den Kontakt mit der Bürgerinitiative und dem Arbeitskreis. Er will offensichtlich nicht mit der Petition und den zahlreichen geleisteten Unterschriften, und damit einem Teil der öffentlichen Meinung, konfrontiert werden. Der Arbeitskreis Welterbe Wachau wertet dies als Missachtung der Rechte der Bürgerinnen und Bürger: sich nämlich mit einer Bittschrift an die zuständige Behörde zu wenden.
    Dies ist äußerst bedauernswert, da die Petition von über 1300 Bürgern unterschrieben wurde. Davon waren rund 468 Weißenkirchner Unterzeichner. Das entspricht bei ca. 1100 Wahlberechtigten in Weißenkirchen fast 43% der Wählerschaft!  (Online-Teil der Unterzeichner)
    Geht Bgm. HR Dipl.-Ing. Trauner davon aus, dass 43% der Wahlberechtigten das Negieren dieser Petition so schnell vergessen werden?

 

  1. HR Dipl.-Ing. Trauner begründete seine Nicht-Anwesenheit trotz Vereinbarung mit seiner Verärgerung. Denn schon vor zwei Monaten sei im Bauausschuss beschlossen worden, dass dieses Bauvorhaben nicht genehmigungswürdig sei. Damit sei das Bauvorhaben schon längst vom Tisch.
    Mit dieser Behauptung in einem Kurier-Interview informiert er aber die Öffentlichkeit falsch. Denn: Vom Tisch ist ein Bauansuchen erst dann, wenn es von der Behörde genehmigt oder abgewiesen oder – dritte Möglichkeit – vom Antragsteller zurückgezogen ist. Keine dieser drei Varianten ist aber bis dato eingetreten.
    Wenn dieses Bauvorhaben vom Tisch sei, warum kündigt HR Bgm. Dipl.-Ing. Trauner dann in der aktuellen Gemeindezeitung an, es seien noch einige Besprechungen und Gutachten (Bautechnik, Geologie, Ortsbild) erforderlich. Erst nach Vorliegen und Prüfung dieser Gutachten könnten dann der Bauausschuss (!) und die Baubehörde in enger Abstimmung mit dem Land NÖ (!) – das in diesem Verfahren eigentlich nicht Baubehörde erster Instanz ist – entscheiden, ob dieses Bauvorhaben umgesetzt werden darf oder nicht.
    Aus dieser Faktenlage ergibt sich für den Arbeitskreis Welterbe Wachau folgende Frage: Verdienen nicht rund 1300 Unterzeichner einer Petition gegen ein Bauvorhaben mehr Behördentransparenz sowie mehr rechtlich und fachlich fundierte Aussagen?

 

  1. Die Aussage Bgm. HR Dipl.-Ing. Trauners verdient vor allem vor dem Hintergrund seiner Vorstandstätigkeit für den „Arbeitskreis Wachau“ besondere Aufmerksamkeit, wenn er nämlich meint: Auch vor dem Schutz durch das UNESCO Weltkulturerbe hat sich die Wachau vernünftig weiterentwickelt.
    Meint Bgm. HR Dipl.-Ing. Trauner etwa , die UNESCO Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt (BGBl.Nr. 60/1993, Staatsvertrag Unesco-Republik Österreich) sei entbehrlich?

 

  1. Dieser Staatsvertrag spricht tatsächlich von einem Erhalten und an künftige Generationen weitergeben. Das Weiterentwickeln ist daher sinngemäß nur unter diesen Prämissen und nicht ohne sie möglich! Es stellt sich daher die Frage: Kennt Bgm. HR Dipl.-Ing. Trauner als Bürgermeister von Weißenkirchen und Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Wachau den Inhalt dieses Staatsvertrages und die daraus für die Republik und damit alle Bürgerinnen und Bürger entstandenen Verpflichtungen und Aufgaben?
    Warum nimmt er die Gelegenheit nicht wahr, das Gespräch mit besorgten Bürgerinnen und Bürgern zu suchen, die eben jenen Staatsvertrag ernst nehmen und sich um ihren Lebensraum sorgen?

 

  1. HR Dipl.-Ing. Trauner meinte im eingangs zitierten Interview, der Arbeitskreis Welterbe Wachau koche dieses Thema nur auf, um seine Existenz zu rechtfertigen. Der Arbeitskreis Welterbe Wachau freut sich sehr, dass Herr Trauner unsere Existenzberechtigung erkannt hat. Wir würden nicht existieren, würde es nicht so viele Frage- und Problemstellungen zu den unterschiedlichsten Fachgebieten geben! Der Arbeitskreis Welterbe Wachau setzt sich aus zahlreichen besorgten Bürgerinnen und Bürgern zusammen, die sich in ihrer Freizeit und unentgeltlich für ein hohes Ziel einsetzen: Die Wachau in Bestand und Wertigkeit zu schützen, zu erhalten und ihre Weitergabe an künftige Generationen sicher zu stellen. Aus diesem Grund fragen wir: Haben besorgte aber engagierte Bürgerinnen und Bürger nicht mehr Respekt und Verantwortungsbewusstsein von ihren gewählten Vertretern zu erwarten?

 

Der Arbeitskreis Welterbe Wachau hofft dennoch weiterhin, dass in der Causa Basil Projekt Herr Bgm. HR Dipl.-Ing Trauner das Gemeinsame über das Trennende stellt! Sowohl der Arbeitskreis Welterbe Wachau als auch die Bürgerinitiative „Weißenkirchen muss Welterbe bleiben“ stehen weiterhin für ein konstruktives, ergebnisorientiertes Gespräch zur Verfügung.

Bürgermeister Trauner sagt kurzfristig Termin zur Entgegennahme der Petition ab!

Bereits am 6. Juli 2016 hatte der Sprecher der Bürgerinitiative „Weißenkirchen muss Weltkulturerbe bleiben“, Dr. Wim Beckers mit der Sekretärin der Marktgemeinde Weißenkirchen, Frau Leitzinger, den Termin für die Übergabe der „Petition zur Bausünde in Weißenkirchen“ an Bgm. Trauner mit 19. Juli 2016 17:00 Uhr vereinbart.

 

Um Bürgermeister Trauner Gelegenheit zu geben, sich auf den Übergabeakt vorzubereiten wurde ihm noch in der Nacht vom Sonntag, 17. Juli auf Montag, 18. Juli 2016 per Mail das Manuskript der geplanten Ansprache des Sprechers der Bürgerinitiative übermittelt.

Am Montag, dem 18. Juli 2016 um 10:00 Uhr schrieb der Amtsleiter der Marktgemeinde Weißenkirchen an Dr. Beckers ein Mail mit folgendem Wortlaut:

 

Sehr geehrter Herr Wim Beckers,

die Marktgemeinde Weißenkirchen i.d.Wachau teilt höflich mit, dass aus terminlichen Gründen die Übergabe bei der oben angeführten Sprechstunde nicht stattfinden kann. Um Verständnis wird höflich ersucht.

Mit freundlichen Grüßen

 

In einem unmittelbar darauf geführten Telefonat  begründete Amtsleiter Christian Tauber die Absage offiziell mit der am Dienstag, 19. Juli  im Teisenhoferhof  stattfindenden Premiere der „Wachauer Festspiele“. Diese Begründung erschien nicht schlüssig: Der Premierentermin war schon lange vor der Vereinbarung des Übergabetermins  bekannt, die Theatervorstellung begann erst um 20:00 Uhr  (Einlass ab 19:00 Uhr).

Damit konfrontiert, stellte der  Amtsleiter den eigentlichen Grund für die Absage dar: dass nämlich Bürgermeister Trauner die Übergabe der Petition „nicht will“. Überdies sei die Bürgerinitiative „nur  lästig und spaltet“, die Zeitungen würden „nur Lügen verbreiten“.

Dr. Wim Beckers erwiderte, dass der vereinbarte Übergabetermin bereits allgemein bekannt gemacht worden war (etwa Mail an alle Online – Unterzeichner, Artikel im Kurier http://kurier.at/chronik/niederoesterreich/welterbe-vertraeglichkeit-wird-geprueft/210.331.999 ) und eine Absage vor diesem Hintergrund  nicht in Betracht komme.

 

Tatsächlich fanden sich die Mitglieder der Bürgerinitiative sowie Vertreter des „Arbeitskreis Welterbe Wachau“ im Beisein von Medienvertretern am Dienstag, dem 19.Juli 2016 Punkt 17:00 Uhr vor dem Gemeindeamt ein, um Bürgermeister Trauner die Petition zu übergeben, konnten dies aber nicht durchführen, da jener nicht zugegen war. Zuvor hatte Dr. Wim Beckers die Gemeindesekretärin gefragt, ob Bgm. Trauner vielleicht doch gekommen sei, was diese verneinte.

Bürgermeister HR DI Hubert Trauner wurde gesehen, wie er kurz vor 19:00 Uhr desselben Tages zur Premiere der „Wachauer Festspiele“ schritt.

Die Petition samt Unterschriften von 1369 Mitbürgern wurde am 20. Juli eingeschrieben zur Post gegeben.

Der Arbeitskreis Welterbe Wachau wartet weiter darauf, dass Bürgermeister Trauner das Angebot vom 17. April 2016 annimmt, mit ihm ins Gespräch zu treten.

 

 

 

Forderungs-Katalog

Um die Wachau als Lebensraum von morgen zu bewahren müssen für erkannte Probleme Lösungsansätze entwickelt und umgesetzt werden.

Dem allgemein formulierten Leitbild müssen konkrete Maßnahmen folgen.

Der „Wachauer Forderungskatalog“ dient diesem Zweck.

Der „Wachauer Forderungskatalog“ ist eine Sammlung von Vorschlägen, die einer fortwährenden Diskussion, Anpassung und Erweiterung zugänglich sein soll.

Wir wollen die so zusammengetragenen Ideen den jeweils Verantwortlichen anbieten, damit sie sie zum Gegenstand sachorientierter Politik machen.

Wir laden alle Mitmenschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Stand und ihrer Anschauung ein, den „Wachauer Forderungskatalog“ mit ihren Beiträgen zu bereichern.

Wirken Sie mit! Unterbreiten Sie uns Ihre Vorschläge! Wir werden jeden einzelnen wertschätzend erwägen und gegebenenfalls in den „Wachauer Forderungskatalog“ aufnehmen.

Der Wachau zuliebe.